Rezept: Lieblings-Smoothie

Heute habe ich wieder ein Rezept für euch: meinen absoluten Lieblings-Smoothie.

Diesen esse ich so gut wie jeden Tag und trotzdem wird er nie langweilig. Der Smoothie besteht auch nur auch nur aus wenigen Zutaten und ist super schnell fertig gestellt.

Zutaten

  • reife Banenen (4-8, je nach Hunger)
  • Gerstengraspulver
  • gefrorene Beeren/ Kirschen
  • gekeimter Buchweizen*

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Ich mixe ein paar reife Banenen mit 2-3 gehäuften EL Gerstengraspulver und etwas Wasser und fülle es als Basis in eine Schüssel. Dann verteile ich ein paar gefrorene Beeren und gekeimten Buchweizen darauf, mixe anschließend die gefrorenen Beeren mit einer weiteren Banane und etwas Wasser bis eine schöne Konsistenz entstanden ist. Je nachdem, wie viel Wasser ich benutze, wird es eher wie Eis (wenig Wasser) oder eher wie ein dickflüssiger Smoothie (etwas mehr Wasser) und das fülle ich dann in die Schüssel. Optional kann man das ganze noch schön dekorieren oder, wenn der Hunger sehr groß ist, einfach direkt anfangen zu genießen. 😉

Das Ganze funktioniert auch super als Eis, in dem einfach gefrorene Bananen genutzt werden. Ene gute Option für den Fall, wenn die reifen Bananen ausgegangen sind. 😉

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*gekeimter Buchweizen: Diesen kann man ganz einfach selbst herstellen. ich benutze den Alnatura Buchweizen dafür, den es bisher in jeder DM-Filiale gab und den ich gerne gekauft habe, da er nur teilweise in Plastik und hauptsächlich in Papier verpackt war. DM stellt aber gerade das Sortiment um und wird demnächst seine eigenen Biowaren anbieten und wie ich auf der Homepage gesehen habe, ist der Buchweizen dann in Plastik verpackt. Das finde ich echt schade. Auf jeden Fall (zurück zum eigentliche Thema 😉 ) ist der Alnatura Buchweizen keimfähig – dazu muss man einfach etwas von diesem für ein paar Stunden oder über Nacht in Wasser einweichen und anschließend das Wasser abschütten und den Buchweizen gut abspülen. Ich fülle meinen Bchweizen dann immer in ein Sieb und spüle ihn regelmäßig, wenn ich dran denke oder ihn gerade in der Küche sehe, erneut unter fließend Wasser ab. Nach ein bis zwei Tagen kann man auch bereits die ersten Keime erkennen. Man muss allerdings auch nicht so lange warten, sondern kann den eingweichten Buchweizen auch direkt essen. Diesen kann man dann wunderbar als Müsli-Ersatz in einer Smoothie Bowl verwenden. Der gekeimte Buchweizen hält sich bei Zimmertemperatur ein paar Tage oder man lagert ihn in einer Dose im Kühlschrank. Wenn man ihn nach dem Keimen wieder trocknet, hält er sicher noch länger, das habe ich bisher aber nicht gemacht, da ich mir immer nur portionsweise meinen Buchweizen keime.

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Die Rohvolution in Freiburg

Gestern war ich auf der Rohvolution in Freiburg und habe dort einen wunderschönen Tag mit Freunden verbracht. Die Rohkostmesse in Freiburg ist die kleinste, es gab aber trotzdem viel zu sehen und an fast jedem Stand konnte man etwas naschen.

2015-05-16 11.29.27 (2)Der Eintritt für die Messe betrag 9€ und die Vorträge kosten zusätzlich 2€. Ich habe einen Vortrag von Maria Kageaki besucht, in dem es um gesunde Gelenke durch vitalstoffreiche Ernährung ging. Auch wenn ich nicht mit allem, was gesagt wurde, übereinstimme (Es wurde behauptet, dass aller Zucker schlecht sei, auch der aus Früchten. Bei so einer Aussage blutet natürlich mein Frutarier-Herz.), so wurden auf jeden Fall sehr interessante Fakten dargestellt und die vegane Ernährung mit vielen Mikronährstoffen trägt zu einem gesunden Körper bei.

Govinda war ebenfalls vertreten und ich konnte dort die verschiedenen Rohkost-Bällchen probieren. Ich habe mir dort auch eine Packung Flohsamenschalen zum Messepreis mitgenommen, da ich diese sowieso demnächst neu besorgen wollte. Auch an weiteren Ständen konnte ich die verschiedenen Rohkost-Cracker, Aufstriche, Süßigkeiten oder rohe Oliven kosten.

Zum Mittag habe ich mir eine Lasagne gekauft und diese war ebenfalls der absolute Wahnsinn. Ich habe sogar überlegt, ob ich mir eine zweite Portion holen sollte, da die Lasagne aber so gut ankam, war sie als erstes ausverkauft. Ich war wohl nicht die einzige, der es geschmeckt hat. 🙂

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Ein Highlight war auf jeden Fall der Orkos Stand, an dem ich immer wieder die leckeren Mangos, Papaya und Datteln probiert und die exotischen Früchte bewundert habe.

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Außerdem habe ich mir eine Packung Durian gekauft und freue mich schon, wenn ich diese in den nächsten Tagen essen werde. Die Durian durfte man nur nicht in der Halle öffnen. Warum nur? :p

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Rohkost muss auf keinen Fall hinter der traditionellen Küche hinten anstehen und das konnte jeder schmecken, der auf der Messe war. Es war alles sehr lecker und geschmacklich überzeugend! Ein kleines Manko hat so ein Besuch auf einer Messe aber: Ich habe sehr durcheinander gegessen und es war definitiv kein gutes food combining. Heute muss ich meinem Körper erst mal wieder mehr Ruhe gönnen und einfacher essen.

Liebster-Blog-Award

Liebster-Blog-Award

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Schon vor fast einem Monat hat mich die liebe Anna von tinyveganelephants für den „Liebster-Blog-Award“ nominiert und wie ihr sicherlich mitbekommen habt, war ich seit dem nicht so aktiv. Ich musste drei Schulaufgaben korrigieren und war dementsprechend sehr beschäftigt, dass sich mein Privatleben off- genau wie online etwas hinten anstellen musste. Zum Glück sind die Schulaufgaben nun korrigiert und zwei habe ich auch schon an die Schüler zurückgegeben, so dass ich endlich wieder ein klein wenig mehr Zeit für mich und meine Freunde habe. Jetzt nehme ich mir auch mal einen Moment, um die Fragen zu beantworten. 🙂

Worum geht es bei dem Award?

Der Liebster-Blog-Award ist sozusagen ein virtueller Kettenbrief mit Regeln. Es gibt verschiedene Arten mit Anzahl der Nominierungen und Follower. Die folgenden Regeln hat Anna bei sich gepostet:

  1. Danke dem Blogger, der Dich nominiert hat
  2. Verlinke den Blogger, der Dich nominiert hat
  3. Füge eines der Lovely-Blog-Award Buttons in Deinen Post ein
  4. Beantworte die Dir gestellten Fragen
  5. Erstelle 10 neue Fragen für die Blogger, die Du nominierst
  6. Nominiere 5 Blogs, die weniger als 300 Follower haben
  7. Informiere die Blogger über einen Kommentar, dass Du sie nominiert hast

Hier sind meine 10 Fragen:

  1. Wie geht’s dir & hattest du ein Wochenend-Erlebnis, was du mit uns teilen möchtest?

Mir geht es sehr gut! Es ist das erste Wochenende seit drei Wochen, an dem ich nicht (so viel) korrigieren muss und endlich mal wieder etwas unternehmen konnte. Gestern war ich bei einem Rohkost Picknick im Englischen Garten in München und habe mit neuen und alten Freunden einen wunderschönen Nachmittag im Freien verbracht.

  1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Ich habe mich selber sehr gerne über youtube und über Blogs rund um das Thema Veganismus und Rohkost informiert und mir ist die Umstellung dadurch viel leichter gefallen. Zu sehen, wie andere Menschen den Alltag als Veganer und vegane Rohköstler meistern, hat mich inspiriert und mir gezeigt, dass ich nicht die einzige bin, auch wenn es in meinem Bekanntenkreis keine anderen Veganer gab. Es hat mich immer wieder motiviert und mir gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Inzwischen fühle ich mich mit dieser Lebenseinstellung stark genug, um es selbstbewusst nach außen zu tragen und ich möchte mit meinem kleinen Blog zeigen, dass es möglich ist. Vielleicht kann ich auch jemanden inspirieren und motivieren. 🙂

  1. Was ist deine Lieblingszutat beim [Kochen] Essen zubereiten?

Hm, das ist schwierig, es gibt einfach so viele leckere Früchte! Da kann ich mich einfach nicht entscheiden. Ich liebe Smoothies und somit sind Bananen eine der für mich wichtigsten Früchte, ohne die ich mir zur Zeit mein Leben nicht vorstellen könnte. Außerdem liebe ich Kirschen, Mangos, Wassermelonen, Pfirsiche und Nektarinen und kann mit diesen problemlos Monomeals machen. Für meine Salate und die Dressings benutze ich sehr gerne Mais, Tomaten, Gurken, Zucchini und getrocknete Tomaten. Ich kann mich einfach nicht auf nur eine Sache beschränken.

  1. Kochst du gerne nach Rezept oder eher “frei Schnauze”?

Am Anfang meiner Rohkost- und veganen Zeit habe ich mich eher an Rezepte gehalten, um erst einmal ein Gefühl für die neue Küche zu erhalten. Nach und nach wurde ich aber immer freier und inzwischen bereite ich meine Gerichte „frei Schnauze“ zu. Wenn ich etwas Neues ausprobiere, dann halte ich mich oft an das Rezept, aber selbst da variiere ich dann mehr oder weniger an den Anteilen der benötigten Zutaten oder ersetze etwas durch ähnliche Sachen. So habe ich das auch schon immer gehandhabt. 😉

  1. Gibt es eine “süße Versuchung”, der du nicht widerstehen kannst?

Hmm, Medjool Datteln sind zum Beispiel eine solche Versuchung! Ansonsten natürlich alle süßen und exotischen Früchte.

  1. Was isst du gerne zum Frühstück?

„Frühstück“ in dem Sinne esse ich nicht. Ich zögere das tägliche ‚Fasten brechen‘ heraus, in dem ich erst später im Laufe des Tages etwas esse und das ist meistens dann ein Smoothie. Direkt nach dem Aufstehen trinke ich Wasser und ich versuche, mindestens einen halben Liter, eher einen Liter zu trinken, bevor ich aus dem Haus gehe. Und danach hänge ich auch weiterhin an meiner Wasserflasche.

  1. Wie viel Zeit investierst du in deinen Blog?

Das ist ziemlich unterschiedlich. Ich würde gerne mehr Zeit investieren, aber durch die vielen anderen Verpflichtungen habe ich leider nicht die Möglichkeit dazu. In den letzten Woche habe ich so gut wie gar keine Zeit für meinen Blog gehabt, aber normal versuche ich schon, regelmäßig etwas zu posten.

  1. Wie hältst du dich fit?

Oha, diese Frage ist gerade nicht so einfach zu beantworten. Ich habe während des Studiums recht viel Sport getrieben und habe das Unisportprogramm jede Woche genutzt. Ich war sehr gerne bei Martial Fitness, Thai Bo oder Dance Aerobic. Vor knapp einem dreiviertel Jahr habe ich die Uni beendet und angefangen zu arbeiten und seit dem mache ich so gut wie keinen Sport mehr. Ich habe im Dezember an einem Yoga Kurs teilgenommen und immer mal zu Hause ein paar youtube Videos mit Yoga Instruktionen ausprobiert. Sonst sieht es gerade eher mau aus und ich lasse den Sport leider links liegen, da ich oft genug nach der Schule keine Lust oder Kraft mehr habe, um mich zu bewegen. Da bin ich froh, wenn ich die Füße hochlegen und mal ein paar Minuten nichts machen kann. Wobei ich das natürlich wieder ändern sollte…

  1. Welche ist deine Lieblings-Jahreszeit? Warum?

Frühling! Diese Jahreszeit ist einfach so wunderschön. Alles fängt an zu blühen und das Leben beginnt von vorne, die Pflanzen erwachen und erstrahlen in neuen Farben. Die ersten Blümlein auf der Wiese und die ersten Blätter und Knospen an den Bäumen bereiten mir immer eine Freude und ich erkenne daran den Kreislauf des Lebens. Es ist kein lineares Prinzip mit einem Anfang und einem Ende, sondern es geht einfach immer weiter.

  1. Gibt es ein Zitat, eine Song-Zeile oder etwas Ähnliches, was dich motiviert und inspiriert?

Es gibt sehr viele Zitate, die mich inspirieren und die ich total schön finde. Eines meiner liebsten Zitate ist von Lao Tzu. Dieses Zitat habe ich gelesen, als ich bereits vegan war und mich immer besser gefühlt habe, immer mehr Kraft hatte und einfach gespürt habe, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Als ich das Zitat gelesen habe, habe ich einfach so viel verstanden und mir wurde klar, warum ich mich oft schlecht gefühlt habe.

„If you are depressed you are living in the past.
If you are anxious you are living in the future.
If you are at peace you are living in the present.“

Die folgenden 10 Fragen stelle ich euch:

  1. Wie geht es dir und was machst du gerade?
  2. Wenn du aus dem Fenster schaust, was siehst du?
  3. Warum hast du mit dem Bloggen angefangen?
  4. Ernährst du dich nach einer bestimmten Philosophie?
  5. Hast du einen Lieblingsautor/ Künstler/ Sänger/ etc.?
  6. Wer oder was hat dich bisher am meisten inspiriert?
  7. Welches Buch würdest du anderen empfehlen?
  8. Wenn du dich entscheiden müsstest: bio oder regional?
  9. Kannst du auf Plastik verzichten?
  10. Gibt es ein Zitat oder einen Spruch, der dir besonders wichtig ist?

Diese Fragen stelle ich an:

Franzi von gorillasdeli.blogspot.de

Ramona von Rawmonie

Malamute von malamutehope.com

Zerowastemunich von zerowastemunich.com

Tobias von rawletics

Viel Spaß beim Mitmachen, ich würde mich freuen, von euch zu lesen. ❤

Rohkost im Max Pett

Gestern hat mich eine Freundin besucht und wir sind abends gemeinsam ins Max Pett, einem veganen Restauran tin München, Essen gegangen. Auf der Karte gibt es auch einen extra Abschnitt nur mit Rohkostgerichten, unter anderem gibt es einen Rohkostteller, Zucchininudeln, Lasagne und eine Pilzsuppe. Ich habe mich für das roh vegane Sushi entschieden und es war einfach mega lecker.

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Am liebsten hätte ich eine zweite Portion bestellt, aber ich hatte dann noch einen rohen Schokokuchen. Deser war ebenfalls sehr gut, super cremig und einfach nur himmlisch. Ich werde bald wieder im Max Pett vorbeischauen und dann ein weiteres der rohen Gerichte von der Karte probieren. Das Lokal eignet sich ebenfalls sehr gut, um mit nicht Rohköstlern und nicht-Veganern dort gemeinsam Essen zu gehen. Meine Freundin ist keine Veganerin und hat die veganen Käsespätzle probiert. Sie meinte, sie können keinen Unterschied zu „normalen“ Käsespätzle merken und es habe ihr sehr gut geschmeckt. 🙂2015-05-06 18.39.22 (2)

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Rezept: Alfredo-Soße und Tomaten-Pesto (roh, vegan)

Wie ihr wisst, liebe ich Nudeln über alles und ich kann sie jeden Tag essen. Natürlich handelt es sich dabei um Nudeln aus Zucchini oder Gurken. Damit ein wenig Abwechslung in den Nudelalltag kommt, mache ich mir immer wieder verschiedene Soßen. Ich habe bereits ein paar meiner Lieblingssaucen, wie die Tomatensoße oder die Mac’n’Cheese-Soße, gepostet. Heute habe ich drei weitere Soßen für euch! Dafür braucht ihr nur wenige Zutaten und einen guten Mixer. In nur wenigen Minuten ist alles zubereitet!

Fettucine Alfredo

Zutaten

  • 2 kleine Zucchini
  • 50gr Pinienkerne
  • ein paar frische Basilikum- und Salbeiblätter
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Das zweite Rezept gleicht dem ersten, hier werden einfach nur die Pinienkerne durch Kürbiskerne ersetzt! Die Soßen sind sich durchaus sehr ähnlich, aber schmecken doch anders. Probier es einfach aus, was schmeckt dir besser?

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Zutaten

  • 2 kleine Zucchini
  • 50gr Kürbiskerne
  • ein paar frische Basilikum- und Salbeiblätter

Bei dem dritten Rezept handelt es sich um ein Tomaten-Pesto, das ebenfalls mit super wenigen Zutaten auskommt und einfach göttlich schmeckt.

Zutaten

  • 1-2 kleine Zucchini
  • 10 getrocknete Tomaten
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Bei den frischen Kräutern kannst du problemlos variieren und einfach das benutzen, was du zu Hause hast. Getrocknete Kräuter eignen sich genauso gut. Lass es dir schmecken!

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Roh vegan in sozialen Situationen

Ich hoffe, du hast ein wunderschönes Osterfest mit deiner Familie und Freunden! Ostern ist ein Anlass, bei dem sich die ganze Familie zu einem gemeinsamen Essen trifft und bei dem die anderen Essgewohnheiten durchaus ein Problem darstellen können.

Doch das muss nicht sein! Auch als veganer Rohköstler kann ich mühelos an solchen gemeinsamen Treffen teilnehmen, ohne dass ich mich verbiegen muss.

Ich lebe seit 1 ½ Jahren vegan und davon bin ich seit fast einem Jahr roh. Letztes Jahr zu Ostern habe ich beim Osteressen noch auf die gekochte vegane Alternative zurück gegriffen. Seit dem bin ich bei mehreren Geburtstagsfeiern, Familientreffen und beim Weihnachtsessen keine Kompromisse mehr eingegangen und habe so gegessen, wie ich essen möchte: roh vegan.


Dabei gab es auch die ein oder andere Herausforderung, die ich aber problemlos meistern konnte. Denn vergiss nicht, …

… sich roh und vegan zu ernähren ist so einfach oder so kompliziert, wie du es machst.

… du musst keine Kompromisse für soziale Veranstaltungen eingehen.

… soziale Zusammenkünfte sollten sich nicht nur ums Essen drehen.


Das wichtigste ist, dass du dich nicht stresst! Deine Begleitung wird diese Energie aufgreifen und deinen Stress bemerken. Somit wäre eine Diskussion vorprogrammiert. Wenn du aber mit Selbstbewusstsein und Gelassenheit beim Essen erscheinst, wird keiner etwas gegen deine geänderten Gewohnheiten sagen.

Ich habe bisher immer Erfolg gehabt, mich roh vegan 801010 zu ernähren und ich musste keine Kompromisse eingehen. Ich fühle mich nach jedem Essen sehr gut und weiß, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Mit meinen Freunden bin ich bisher auf durchweg positive Reaktionen gestoßen und die meisten interessieren sich nicht speziell dafür, wie ich esse. Meine Essgewohnheiten stehen nicht zwischen mir und meinen Freunden und wir unternehmen auch weiterhin etwas gemeinsam. Klar, mein Bananen- und Obstvorrat wird sicherlich von dem ein oder anderem kommentiert, aber das nehme ich immer mit Humor. 🙂 Und wenn sich meine Freunde dann doch für meinen Lebenswandel interessieren und nachfragen, freue ich mich sehr darüber und beantworte gerne alle Fragen!

Mit der Familie sieht die Situation schon etwas anders aus. Hier bin ich auf nicht ganz so viel Verständnis gestoßen. Aber natürlich sorgen sich die meisten um mich und sind leider davon überzeugt, dass meine Lebensweise nicht gesund sein könne. Besonders wichtig ist es dabei, gut informiert zu sein, und die Bedenken mit Informationen und Fakten zu entkräften. Dabei solltest du aber niemals den anderen deine Meinung aufzwingen oder sie vor den Kopf stoßen. Das führt eher dazu, dass die anderen sich nicht dafür interessieren, was man zu sagen hat. Während des Essens ist es ebenfalls nicht vorteilhaft, über die Nachteile tierischer Kost zu sprechen. Am besten ist es immer, wenn man die anderen mit dem Thema anfangen lässt. Die Fragen werden schon von alleine kommen und wenn nicht, dann fange ich auch nicht damit an. Wer von sich aus fragt, ist auch an einer Antwort interessiert und dann gebe ich diese auch sehr gerne.

Bei meiner Familie ist es so, dass wir zu Ostern und Weihnachten in ein Restaurant zum Essen gehen. Beim Essen in einem Restaurant kann man auf ein paar Sachen achten und dann wird der Besuch auch für uns eine angenehme Erfahrung:

Essen in Restaurants

  • Esse davor oder danach: wenn du davon ausgehen kannst, dass es dort nicht genug zu essen geben wird in Bezug auf die Portionsgröße, dann esse einfach etwas davor zu Hause, so dass du nicht hungrig im Restaurant sitzt.
  • Bestelle einen Salat ohne Dressing. Das ist eine einfache Variante, die man überall bekommen kann. Ich habe auch schon extra Tomaten, Gurken, etc. dazu bestellt und ich frage immer nach, dass wirklich nichts im Salat ist, was ich nicht möchte (Öl, Croutons, gebratenes Gemüse, Käse, etc.). Es ist kein Problem, ein Gericht aus der Karte anzupassen und mit dem Kellner eine besondere Bestellung abzusprechen!
  • Ich habe auch schon mal zwei Salate bestellt und meine extra Bestellung doppet geordert.
  • Das habe ich selber noch nicht gemacht, aber eine weitere Option ist, sich sein eigenes Dressing für einen Salat, den du im Restaurant bestellst, mitzubringen.
  • Anstelle des eigenen Dressings kann man auch ein paar Zitronen zum Salat bestellen und diese darüber ausdrücken.
  • Nehme dir etwas zu Essen mit, Datteln oder Bananen sind sehr gut geeignet dafür. So kannst du im Notfall etwas essen und kommst nicht in Versuchung, etwas zu essen, was du eigentlich nicht essen willst. Das Risiko besteht immer, wenn der Blutzuckerspiegel sinkt.
  • Es ist ebenfalls immer sehr gut, vorher im Restaurant anzurufen und sicher zu gehen, dass es dort etwas zu essen geben wird. Bei einem Buffet gibt es an sich immer grünes Blattgemüse und frisches Obst und somit auch genügend zu essen. Weihnachten habe ich mir zusätzlich noch rohes „Gemüse“, wie Paprika, Tomaten und Gurken dazu bestellt, was mir in einer extra Schüssel serviert wurde.
  • Natürlich ist es auch sehr wichtig, immer freundlich zu sein und dem Kellner gegenüber höflich zu bleiben. So verbleibt auch anderen Menschen ein positiver Eindruck von Veganern und Rohköstlern.
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                       Ein Salat im Restaurant

Bei einer Feier im privaten Umfeld zu Hause stellt unsere Ernährungsweise ebenfalls kein Problem dar, wenn wir auf ein paar Sachen achten.

private Veranstaltungen/ Treffen

  • Im Vorfeld spreche ich mich einfach mit dem Gastgeber ab und sage, was ich esse und was ich nicht esse. Die Art und Weise, wie ich esse, ist ganz einfach und ich bin mit jeder Art Obst zufrieden und freue mich über alles. Es muss auch nichts Besonderes oder teures Obst für mich gekauft werden. Obst der Saison, Tomaten, Gurken und grüner Salat reichen mir aus. Die Gastgeber wollen es einem natürlich ebenfalls recht machen und werden die Wünsche versuchen zu erfüllen.
  • Eine weitere Option ist, selbst etwas zu Essen mitzubringen. Ich biete dem Gastgeber vorher an, dass ich einen Obstsalat/ Obstteller/ Obstspieße/ roh veganes Gebäck mitbringen werde. Bisher waren immer alle begeistert, wenn ich Obst dabei hatte. Die Standardantwort, die ich bekomme, lautet immer, dass Obst total lecker ist und dass man es öfter essen würde, wenn es einem jemand zubereiten oder schälen und schneiden würde. Es wäre nur zu viel Aufwand…
  • Auch hier ist es durchaus eine Möglichkeit, vorher zu Hause zu essen, so dass man nicht hungrig ankommt und am Ende doch nicht genug zu essen findet.

Wenn man noch nicht lange vegan oder sogar roh lebt, mögen solche sozialen Situationen angsteinflößend scheinen und einem Kopfzerbrechen bereiten. Doch wenn du dich gut darauf vorbereitest, stellen auch solche keine Probleme dar. Es sind Herausforderungen, die wir lösen können und an denen wir wachsen!

Wir leben natürlich nicht in einer Blase, in der uns jeder versteht. Das ist auch vollkommen in Ordnung. Die anderen Leute befinden sich in unserem Leben, um uns zu lehren und uns zu zeigen, wie wir wirklich sind.

Sei einfach du selbst! Esse und lebe so, wie du leben und essen willst. Setze nicht voraus, dass die anderen dich verstehen. Sie müssen dich auch nicht verstehen. Du tust es schließlich für dich selbst und nicht für andere.

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Whole

Colin T. Campbell ist berühmt für die China Study. Ein sehr wichtiges Buch, das jeder gelesen haben sollte! Doch daneben hat er auch noch weitere Bücher geschrieben, wie The Low-Carb Fraud und Whole. Beides sind wunderbare Bücher, die ich ebenfalls jedem empfehlen kann! Whole habe ich gerade einer Freundin ausgeliehen und ich hoffe, ihr wird das Buch ebenso gefallen wie mir. In diesem Buch wird erklärt, wie die Verbindung zwischen Forschung, Industrie und Medizin ist und wie sie dazu führt, dass die Informationen über eine pflanzenbasierte Ernährung nicht die breite Öffentlichkeit erreichen.924436_480956918706521_587756610_n

Die Informationen, die in dem Buch dargelegt werden, sind super interessant, lassen einen staunen und bieten viele Erklärungen für unsere doch teilweise sehr verkorkste Welt. Folgendes Zitat fand ich sehr anschaulich und deswegen möchte ich es mit dir teilen:

„Doing the same things a little less intensively is not going to turn global warming around […]. It’s like we’re all on a bus that’s speeding toward the edge of a cliff, and the best idea we have is for everyone to stick their arms out the windows to increase wind resistance. Maybe someone should jump into the driver’s seat and hit the brakes!” (Whole p. 167)

Bevor ich vegan wurde, habe ich gedacht, ich würde genug für den Umweltschutz tun, wenn ich Wasser und Energie spare, mein Fahrrad benutze und Müll trenne. Mir war nicht klar, wie groß der Einfluss meiner Essgewohnheiten auf die Umwelt ist. Eine pflanzliche Ernährungsweise und eine vegane Lebensweise nützen der Umwelt und unserem Planeten in so vielen Aspekten und gleichzeitig ist es für unsere eigene Gesundheit so viel besser. Es ist eine reine win-win Situation für jeden! Es wird mehr Wasser gespart, wenn wir kein Fleisch essen, als wenn wir im Vergleich dazu schneller unter der Dusche wären. Es werden mehr Treibhaugase eingespart, wenn wir keine Milch trinken, als wenn wir überall zu Fuß hingingen. Es werden mehr Bäume gerettet, wenn wir die Eier weglassen, als wenn wir Papier doppelseitig bedruckten. Auch wenn all diese Maßnahmen natürlich ebenso wichtig sind, so sind sie doch im Vergleich zu dem, was wir auf unseren Teller legen, nur ein Bruchteil der Rechnung.

Und vergessen dürfen wir dabei nicht, dass mit jedem tierischen Gericht, das konsumiert wird, ein Lebewesen sein Leben lassen muss. Jedes Stück Fleisch enthält die Angst, die ein Erdling ausstehen musste, als er oder sie den Tod in die Augen blicken musste.

Es gibt so viele Gründe, die für eine vegane Lebensweise sprechen. Colin T. Campbell führt diese in seinen Büchern auf und leistet einen enormen Beitrag, die Bevölkerung über die Vorteile dieser aufzuklären. Ich kann dir seine Bücher nur wärmsten ans Herz legen und ich hoffe, dir wird das Lesen genauso viel Spaß machen, wie es mir gemacht hat.

Rezept: roh vegane Cupcakes – Omnivoren erprobt ;)

Heute poste ich ein Cupcake-Rezept, das sogar den Geschmackstest unter Omnivoren standgehalten hat. Ich hatte diese Woche Seminartag und habe die anderen aus meinem Seminar wiedergetroffen. Die perfekte Gelegenheit, um mal auszuprobieren, wie meine Kuchenkreationen bei Nicht-Rohköstlern und Nicht-Veganern ankommen. Da ich zur Zeit regelmäßig entsafte, hatte ich Möhren- und Rote-Beete-Trester über und habe daraus meine Cupcakes gezaubert. Durch die rote Beete erhielten die Cupcakes eine schöne rote Farbe. Leider habe ich keine Bilder gemacht, aber das werde ich nachreichen, da ich die Cupcakes bald wieder machen werde. 🙂

Zutaten für die Cupcakes:

  • ca. 2cups Möhrentrester
  • ca. 3/4cup Rote-Beete-Trester
  • 12-14 Deglet Nour Datteln
  • Zimt

Zutaten für das Topping:

  • 1 1/2 Äpfel
  • 4-6 Datteln
  • Saft einer Zitrone

Außerdem:

  • restlichen 1/2 Apfel
  • Zimt

Die Zutaten für die Cupcakes werden in der Küchenmaschine zu einer einheitlichen Masse verarbeitet und anschließend in Cupcakeförmchen verteilt. Den restlichen 1/2 Apfel in kleine Würfel schneiden und auf den Cupcakes verteilen, danach die Zutaten für das Topping im Mixer cremig pürieren und auf den Cupcakes verteilen. Eine weitere Prise Zimt auf dem Topping verteilen und Voila! Die Cupcakes sind fertig. Ich hatte sie über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt und am nächsten Tag meinen Freunden zum Genießen angeboten. Durch den Zitronensaft im Topping wird die Apfelcreme nicht braun, sondern sieht auch am nächsten Tag noch schön hell aus.

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Der Heldenmarkt in München

Letztes Wochenede war ich mit zwei Freundinnen auf dem Heldenmarkt in München. Das ist eine Messe für nachhaltigen Konsum: Es werden Alternativen für alle Lebensbereiche vorgestellt, so zum Beispiel Trinkflaschen und Brotdosen aus Edelstahl, verschiedene Körperpflegeprodukte, Mode und (vegane) Lebensmittel (teilweise auch roh).

Nachhatligkeit und Umweltschutz sind Themen, die mir persönlich sehr am Herzen liegen. Ich selbst bin über den Umweltschutz zum Veganismus gekommen und ein plastikfreies Leben ist eines meiner Ziele, die ich gerne erreichen will! So war der Heldenmarkt natürlich die perfekte Gelegenheit, sich dort einmal umzusehen und zu informieren.

Gemeinsam mit Ramona und Franzi habe ich den Heldenmarkt unsicher gemacht und viele tolle Produkte entdeckt, grüne Smoothies probiert und lehrreiche Informationen erhalten. Besonders lecker waren die Govinda Kugeln (Sahara und Mandel waren meine Favoriten) und die Moringa-Baobab Kugeln. Auch die neuen Nussmuse bei Rapunzel waren sehr lecker, auch wenn sie nicht in Rohkost-Qulität sind. Aber probieren musste ich sie trotzdem – mehrmals. 😉

Ein weiteres sehr interessantes und informatives Highlight war die Messung der Antioxidantien. Da mussten Franzi, Ramona und ich natürlich gleich unsere Werte vergleichen. Wir sind alle drei vegane Rohköstler und interessieren uns sehr für Gesundheit. Der nette Mann an dem Messgerät hat uns erklärt, dass 1 der schlechteste Wert und 10 der beste sei. Im Durchschnitt erhalten die meisten Menschen Werte zwischen 4 und 6. Nicht nur die Ernährung hat aber auf diesen Wert einen Einfluss, sondern auch andere Faktoren wie Stress und Schlaf. Das ist natürlich logisch und entspricht auch den Prinzipien der Natürlichen Gesundheitslehre (Natural Hygiene). Dazu werde ich vielleicht auch demnächst mal einen Post verfassen, aber nun komme ich erst mal zu unseren Ergebnissen: Franzi hatte eine 9, Ramona eine 8 und bei mir kam eine 7 raus. Ich habe mir schon gedacht, dass mein Wert nicht so gut sein wird, denn ich hatte in den letzten Wochen grundsätzlich zu wenig Schlaf und relativ viel Stress. Das wirkt sich natürlich negativ auf das ganze Wohlbefinden und den Körper aus.

Hierzu ein kleiner Exkurs : Ich habe bis letztes Jahr studiert und in dieser Zeit hatte ich einen sehr guten Schlafrhythmus. Ich bin jden Tag gegen 22Uhr ins Bett und bin in der Woche 6.30Uhr und am Wochenende 7:00Uhr aufgetsanden. Tagsüber habe ich gelernt, am Abend entspannt. Ich habe mich sehr gut gefühlt und hatte – bis auf die Prüfungstage – relativ wenig Stress, zusätzlich habe ich auch regelmäßig Sport gemacht. Nachdem ich nun die Uni beendet habe und mit Arbeiten angefangen habe, hat sich mein Stresslevel extrem erhöht und mein Schlaf ist immer weniger geworden. Die ganze letzte Woche hatte ich meist nicht mehr als 6Stunden Schlaf pro Nacht, da ich jeden Abend bis elf/ halb zwölf vorbereitet habe. Früh musste ich dann trotzdem  aufstehen und in die Schule gehen. Ich hoffe, dass ich es noch schaffen werde, meinen Schlafrythmus wieder zu verbessern und jede Nacht 8Stunden zu schlafen. Denn mein Körper sendet mir starke Signale, dass ihm dieser Fakt gerade gar nicht gefällt. Ich habe zum Beispiel wieder verstärkt Augenringe bekommen und auch meine Augen sind wieder viel schlechter, als das noch vor kurzem war. Aber bevor ich wieder meine Brille aufsetze, werde ich lieber eher ins Bett gehen. 😉

Zurück zum Heldenmarkt: Neben den Ausstellern gab es auch eine Bühne mit einem Programm. Unter anderem gab es eine Tombola, bei der die Produkte, die man auch auf der Messe kaufen konnte, verlost wurden, und eine vegane Kochshow mit Claudia Renner. Der Besuch auf der Messe hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich kann nur jedem empfehlen, hinzugehen, wenn sich die Möglichkeit bietet.

Nachhaltigkeit ist ein super wichtiges Thema und es sollte mehr darüber diskutiert und nachgedacht werden. Veganismus und Nachaltigkeit sind zwei Themen, die für mich unweigerlich zusammengehören! Eine vegane Lebensweise bedeutet nicht nur der Verzicht auf Tierprodukte wie Fleisch, Milch und Eier, sondern auch ein Leben in Harmonie mit allen Erdlingen und der Natur. Das Wochenende auf dem Heldenmarkt mit Freunden und anderen netten Menschen verbracht und über wichtige Themen wie Umweltschutz und nachhaltigen Konsum gelernt und erfahren zu haben, zeigt mir, dass immer mehr Menschen darüber nachdenken und sich der Zusammenhänge bewusst werden. Jeder einzelne macht einen UNTERSCHIED und kann etwas bewirken! Ich glaube an eine gesündere, glücklichere Welt! Wer ist noch dabei?

Das Leben erfahren oder vorbei fahren lassen

In der S-Bahn auf dem Weg zur und von der Arbeit nutze ich gerne die Zeit für mich, um entweder den Tag entspannt beginnen oder die Arbeit ausklingen lassen zu können. Die Fahrt ist zwar nur knapp eine Viertelstunde, aber auch in dieser kurzen Zeit kann ich viele Gedanken sortieren oder Seiten in einem Buch lesen. Natürlich bin ich auch nicht losgelöst von der modernen Welt und nutze manchmal auch diese Viertelstunde, um Nachrichten auf meinem Handy zu beantworten, auf die ich teilweise mehrere Tage nicht reagiert habe. Dann habe ich zwar eine Fahrstrecke damit verbracht, nur auf mein Handy zu starren und zu tippen, aber dafür werden im Laufe des restlichen Tages die Nachrichten wieder ignoriert, wenn sie nicht dringend sind.* Grundsätzlich liebe ich es aber, wenn ich während der S-Bahnfahrt lesen kann, da ich oft nicht dazu komme, zu Hause das zu lesen, was mich interessiert, sondern viel für die Arbeit lesen muss.

Am Freitag bin ich nach der Arbeit mit der S-Bahn noch weiter in die Stadt gefahren, da ich mir im Asialaden gefrorene Durian kaufen wollte – so als kleine Belohnung für die überstandene Woche. 😉

Ein jüngerer Schüler und ein Teenager haben sich dann zu mir in den Viererabteil gesetzt: Der Schüler legte seine 3 Schokoriegel auf die Ablage, stellte seinen Rucksack ab, nahm sein Handy raus und begann zu spielen, während er noch einen weiteren Schokoriegel verputzte. Der Teenager neben mir hatte ebenfalls sein Handy sofort griffbereit und spielte ein Kartenspiel auf diesem. Oh man. Wie viele Gedanken sind mir in dem Moment durch den Kopf geschossen – mich macht so ein Anblick immer extrem nachdenklich. Auch ich habe einmal sehr viel Zeit in der online Welt beim Spielen verbracht und habe so sehr viel Zeit verloren, die ich nicht in der realen Welt verbringen konnte. Es war mir damals gar nicht bewusst, was das für eine Verschwendung war. Verschwendung von Zeit, von Energie, von Lebensfreude. Ich dachte, es wäre eine Art Hobby und ich würde etwas Sinnvolles machen. Rückblickend denke ich ganz anders darüber und würde sogar sagen, dass es grenzwertig war. Wenn ich sehe, wie sich diese zwei jungen Menschen in der S-Bahn neben mir verhalten haben, und ich davon ausgehe, dass sie nicht nur in der S-Bahn ihre Zeit so verbringen, sondern auch zu Hause genauso weiter spielen werden, während sie ungesunde Snacks konsumieren, dann würde ich am liebsten etwas sagen und sie zurück auf den rechten Weg führen. Natürlich geht es mich nichts an, wie andere ihre Zeit verbringen und es ist nicht meine Aufgabe, sie zu reformieren. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, ich wäre spielsüchtig, hätte ich dies vehement abgeschritten und mein Verhalten hätte sich nicht verändert. Ich musste selbst dahinter kommen, dass ich etwas ändern muss. Diese Veränderung wurde bei mir durch eine Veränderung meiner Lebensumstände bewirkt, was eines der besten Sachen war, die mir je passiert sind. Diese Veränderung hatte auch zu der Kettenreaktion geführt, die vieles in meinem Leben verändert hat und mich zu einer veränderten Person hat werden lassen. Ich stehe heute an einem ganz anderen Punkt und habe eine ganz neue Perspektive auf die Welt und das Leben. Das war ein recht langer Weg, den ich gegangen bin, und dieser Weg ist noch lange nicht zu Ende. Manchmal wünsche ich mir, dass ich diese Erkenntnis eher in meinem Leben gewonnen und mich eher verändert hätte. Doch dann muss ich mir darüber klar werden, dass ich zu einem früheren Zeitpunkt gar nicht bereit dazu gewesen wäre, diese Veränderungen durchzuführen. Das erinnert mich an ein Zitat von Robertson Davies:

„The eye sees only what the mind is prepared to comprehend“

“Das Auge sieht nur das, was das Gehirn zu verstehen bereit ist”

Jeder Moment und jede Erfahrung im Leben lehrt uns etwas Wichtiges und lässt uns zu den Menschen werden, die wir sind. Das Universum weiß genau, wann wir etwas lernen müssen und wie uns dies helfen wird. Ich habe vollstes Vertrauen in das Universum und weiß, dass ich jetzt gerade an dem Punkt bin, an dem ich sein muss, um das Lernen zu können, was mir weiter helfen wird, um das erreichen zu können, was ich erreichen will. * Ich ignoriere natürlich meine Freunde nicht absichtlich, wenn sie mir schreiben. Aber ich finde, man muss nicht auf jede Nachricht sofort antworten und ein Handyaustausch ist nicht das gleiche, wie ein Gespräch im real life. Wie seht ihr das?

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